Gesellschafts-Forum


Das Gesellschafts-Forum ist eine Veranstaltungsreihe der Gesellschaft zur Förderung der Volkshochschulen in Berlin e.V.

Moderation: Prof. Dr. Joachim Dikau, Freie Universität Berlin.

 

 


Diese Veranstaltungsreihe bietet Gelegenheit zum Gespräch und zur Auseinandersetzung mit Fachleuten der Weiterbildung und der Bildungspolitik. Thematisch steht dabei die Entwicklung der Erwachsenen-bildung im Kontext der gegenwärtigen Veränderungen in der Wirtschafts-, Sozial- und Kulturpolitik mit ihren Auswirkungen auf die Rolle der Volkshochschule in Berlin im Vordergrund. Dazu gehört auch die Auseinandersetzung mit den gewandelten Arbeitsbedingungen und dem Berufsverständnis der in der Erwachsenenbildung Tätigen. Teilnehmer der Gespräche sind vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Volkshochschulen auf allen Ebenen sowie Bildungspolitiker aus den Bezirken und Senatsverwaltungen.

 

 


12. Gesellschaftsforum im Berliner Abgeordnetenhaus [14. März 2008]

"Qualitätskriterien der Stiftung Warentest - ihre Bedeutung für die Berliner Volkshochschulen"

Präsentation und Diskussion: Sandra Mämecke (Stiftung Warentest)

 

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11. Gesellschaftsforum im Berliner Abgeordnetenhaus (23.November 2007)
„Die Arbeitsbedingungen der Kursleiter/innen an den Volkshochschulen“


Diskussionsabend: Dirk Ukena (Direktor der VHS-Bielefeld)


Die von Herrn Ukena eingesetzten Powerpoint-Präsentationen können hier heruntergeladen werden.

Kriterien zeitgemäßer VHS

Rahmenbedingungen der VHS-Arbeit

 


10. Gesellschaftsforum im Kulturhaus Spandau (20. März 2007)

Ramboll-Gutachten und die Folgen


Dr. Beate Blüggel (Deutscher Volkshochschulverband e.V.)
Michael Weiß (VHS Mitte)
Jochen Mainka (VHS Neukölln)


 

9. Gesellschaftsforum  im BVV-Saal Neukölln (30. Mai 2006)

Volkshochschulen nach der Wahl 2006? 
Die öffentlich verantwortete Weiterbildung in Berlin. Teil II


Dr. Cerstin Richter-Kotowski (Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin; familienpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion)
Thomas Birk (Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin; Bündnis 90/Die Grünen)


 

8. Gesellschaftsforum im BVV-Saal Neukölln (21. März 2006)
Volkshochschulen nach der Wahl 2006?
Die öffentlich verantwortete Weiterbildung in Berlin. Teil I


Dr. Sonning Augstin (Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin; Sprecher der FDP-Fraktion für Jugend, Familie (Senioren), Behinderte, Europa, Berlin/Brandenburg)
Dr. Felicitas Tesch (Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin; bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion)

 

7. Gesellschaftsforum im Schloss Britz (13. Mai 2004):
Das neue Schulgesetz für das Land Berlin – Welche Perspektiven bietet es für die Volkshochschulen?

Hans-Jürgen Pokall (Landesschulrat )
Wolfgang  Schimmang (Volksbildungsstadtrat Berlin-Neukölln)

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6. Gesellschafts-Forum im Schloss Britz [23. Oktober 2003]:
Volkshochschule
mit neuen Perspektiven?

Ulrich Aengenvoort, Verbandsdirektor des Deutschen Volkshochschulverbandes e.V.

 

Vor knapp drei Jahren hatte der Referent als Verbandsdirektor des DVV das Management für eine Organi-sation übernommen, die nach fünf Jahrzehnten erfolgreicher Arbeit für die öffentlich-rechtlich gesicherte Erwachsenenbildung nunmehr vor massiven politischen und gesellschaftlichen Veränderungen steht. Auch auf der Grundlage der Leistung und des öffentlichen Ansehens der Organisation gilt es nunmehr, eine neue Orientierung zu finden unter gewandelten finanziellen und strukturellen Arbeitsbedingungen, unter dem Konkurrenzdruck eines vielfältig sich entwickelnden Weiterbildungsmarktes und angesichts veränderter Beziehungen zwischen Wirtschaft, Arbeitswelt und Politik. Dies alles stellt die Volkshochschulen ebenso wie ihre kommunalen und regionalen Träger vor neue Herausforderungen an ihr Selbstverständnis sowie die Maßstäbe für ihre Qualitätssicherung, ihre Professionalisierung und Innovationsfähigkeit.

 

Wie kann der Verband dazu beitragen, der Öffentlichkeit mehr Verständnis zur Notwendigkeit des lebensbegleitenden Lernens als Existenzproblem zu vermitteln, die Verantwortung der öffentlichen Träger im Trend zunehmender Privatisierung weiterhin bewusst zu machen, die Eigendynamik auf lokaler und regionaler Ebene mit der Bereitschaft zu gemeinsamem Auftreten und verbindender „Philosophie“ zu verbinden? Wie lässt sich dafür ein mediengerechtes Marketing weiterentwickeln?

Diese Gesamtproblematik bewusst zu machen, kann wohl als das wesentliche Ergebnis des Abends angesehen werden, ebenso wie die Bereitschaft zur Suche nach erweiterten Möglichkeiten der Kooperation.

 


 

5. Gesellschafts-Forum im Schloss Britz [15. Mai 2003]:
Lehren, Planen, Organisieren – Erwachsenenbildung als Beruf mit Zukunft?

 

Dr. Jürgen Heinen-Tenrich, Referent im Landesverband der Volkshochschulen Niedersachsens

 

Diskussionsgrundlage dieser Sitzung war das Arbeitsergebnis einer Projektgruppe von Leitern und Pädago-gischen Mitarbeitern niedersächsischer Volkshochschulen, eine Publikation mit dem Titel „Die Volkshoch-schule und der Beruf Erwachsenenbildung – Funktionsbereiche und Aufgabenprofile des hauptberuflichen Personals“. Als Verbandsreferent und Koordinator dieser Gruppe stellte der Gastreferent die Projektziele, Grundpositionen, Projektabläufe und Ergebnisse in ihren Grundzügen dar und machte deutlich, worum es hier den beteiligten Wissenschaftlern und Praktikern der Erwachsenenbildung vor allem gegangen war: ein gewandeltes Verständnis zu formulieren vom „Beruf Erwachsenenbildung“, der gerade angesichts der modernen Herausforderungen in Technik, Wirtschaft und Gesellschaft eine zentrale Bedeutung in der Gestaltung der Bedingungen für „lebensbegleitendes Lernen“ gewinnt.

 

Was hier von den Autor(inn)en aus der praktischen Erfahrung heraus entwickelt war, entsprach auch weitgehend den Vorstellungen der Anwesenden: Erwachsenenbildung ist zunehmend als integrierte Aufgabe von Leitung, Programmarbeit und Fachdiensten anzusehen – eine umfassende strategische Funktion, in die auch die Mitarbeiter der Verwaltung einzubeziehen sind. Das erfordert auch eine neue pädagogische Orientierung der Organisationsarbeit, einschließlich des Controllings und Berichtswesen, sowie die Entwicklung einer „Corporate identity“, die im Kontext eines neuen Selbstbildes von Einrichtungen und Mitarbeiter(inne)n der Öffentlichkeit noch zu vermitteln ist.

 

Insgesamt leuchteten die Argumente ein; die Bereitschaft zum Nachdenken erwies sich als deutlicher als die zur Diskussion. Dass diese unbedingt fortzusetzen sei – darüber bestand jedenfalls Übereinstimmung.

 


 

4. Gesellschafts-Forum im Schloss Britz [14. November 2002]:
Volkshochschulen unter neuem Finanzdruck – Was tun?

 

Dagmar Beer-Kern, Referentin im Amt der Ausländerbeauftragten der Bundesregierung

 

Ein aktueller Anlass für dieses Thema lag in den speziellen Auswirkungen der neuen Finanzrestriktionen auf die Maßnahmen zur Verbesserung der Sprachförderung von Migrantinnen und Migranten, für die gerade die Volkshochschulen bisher nachdrücklich eingetreten sind. Besonders für die Arbeit mit den vor 2003 eingereisten "Bestandsausländern", deren Finanzierung durch die praktische Umsetzung des neuen Zuwanderungsgesetzes nicht mehr gesichert wäre, erwies sich dies als besondere Bedrohung. Hierzu nahm die mit dieser Materie speziell vertraute Referentin eindeutig Stellung: durch kurze Zusammenfassung der Sachlage sowie durch fundierte Kritik an Einzelregelungen, die auch von den Anwesenden geteilt wurde.

 

Hierzu äußerten sich zwei VHS-Direktoren in angekündigten Statements: Leopold Bongart (VHS Neukölln) durch eine Darstellung der praktischen Probleme einer Einrichtung mit deutlichem Schwerpunkt in der Arbeit mit Zuwanderern und Bernd O. Hölters (VHS Friedrichshain-Kreuzberg) durch perspektivische Hinweise auf die Notwendigkeiten, die sich unter den neuen strukturellen Bedingungen aus der gesetzlichen Verpflichtung zur Sicherung ihrer Arbeit in der bildungspolitischen Struktur Berlins ergeben.

 

Das Bekenntnis zur Förderung dieses Arbeitsbereiches war einhellig und ebenso die Hoffnung auf Berücksichtigung der hier vorgetragenen Argumente in der in Kürze zu erwartenden Durchführungsverordnung. Denn hierin läge auch ein Kernstück der Integrationsaufgabe der öffentlichen Weiterbildung.

 


 

3. Gesellschafts-Forum im Schloss Britz [13. September 2001]:
Deutschland, das neue Einwanderungsland! Was muss sich ändern?

 

Barabara John, Ausländerbeauftragte des Landes Berlin

 

Die seit über zwei Jahrzehnten tätige Ausländerbeauftragte des Berliner Senats gilt als eine der engagiertesten Befürworterinnen einer integrationsfördernden Zuwanderungspolitik, die auch mit zahlreichen Initiativen zur Sicherung der Arbeitsmarktchancen, zur Förderung der sozial-kulturellen Akzeptanz der Ausländer und der Entwicklung angemessener Bedingungen für ihre schulische und berufliche Aus- und Weiterbildung eingetreten ist. Sie betonte einleitend den zunehmenden Bedarf auch an hochqualifizierten Zuwanderern und verwies zugleich auf die erheblichen Defizite hinsichtlich der schulischen Voraussetzungen der Migranten und besonders auch ihrer Deutschkenntnisse, die sich bei Schulanfängern eher noch verschlechtert haben.

 

Trotz des damit begründeten besonderen Bedarfs an Sprachkursen sind gegenwärtig nur 5% der Zuwanderer in Weiterbildungskursen erfasst; die Chancen auf dem regulären Arbeitsmarkt sind dem entsprechend niedrig. Kurzfristig angelegte Konzepte für eine träger- und länderübergreifende Sprachförderung (600-Stunden-Kurs über den Sprachverband) können nur ansatzweise greifen, während es in der Öffentlichkeit noch an Akzeptanz für langfristige, auch didaktisch gesicherte Strategien fehlt. Erschwerend kommt die überwiegende Orientierung auch der Bildungs- und Sozialpolitik an Rentabilitätsgesichtspunkten hinzu.

 

Die besondere Bedeutung der Volkshochschulen bei der Bewältigung dieser Probleme kam sodann vor allem in der anschließenden Diskussion zur Sprache: Hier gibt es eine langfristige und flexible Angebotsorganisation, Qualitätssicherung durch besondere methodische Erfahrung, Integration in den Zusammenhang eines sozial-kulturellen Gesamtcurriculums – überzeugende Argumente, die auch in einem Pressegespräch in den nächsten Tagen ihren viel beachteten Niederschlag finden konnten.

 


 

2. Gesellschafts-Forum im Schloss Britz [30. November 2000]:
Wie geht es weiter mit der öffentlichen Weiterbildung?

 

Ernst Küchler MdB, Stellv. Vorsitzender des Deutschen Volkshochschulverbandes

 

Als langjähriger Direktor der VHS Leverkusen kennt der Referent, der seit 2002 als Vorsitzender des DVV die öffentliche Weiterbildung auf der Ebene der Bundespolitik vertritt, die Praxis der großstädtischen VHS bis in die Details. Als Mitglied des Deutschen Bundestages beteiligt er sich engagiert an der ordnungspolitischen Diskussion um die Entwicklung der für die Zukunft notwendigen Strukturen, in denen die Position der Einrichtungen in öffentlicher Verantwortung zu stärken und zu sichern seien. Als wesentliche Defizite hob er dabei die mangelnde Transparenz für die Nutzer, die unzureichende Qualitätssicherung, Beratungskapazität und Qualifizierung der Mitarbeiter(innen), die ungesicherten Arbeitsverhältnisse der Lehrenden sowie das unvermittelte Nebeneinander verschiedenster Prüfungen, Abschlüsse und Zertifikate hervor.

 

Angesichts der allseits betonten Bedeutung des „lebensbegleitenden Lernens“ ist eine verlässliche Verbesserung der finanziellen und strukturellen Rahmenbedingungen als entscheidende Voraussetzung unverzichtbar, um für alle Bevölkerungsgruppen den Zugang zur Weiterbildung zu eröffnen und ihnen eine qualifizierte Bildung und Beratung zu garantieren. Dazu sei auch die Förderung der lokalen und regionalen Vernetzung der Bildungsanbieter, die Professionalisierung der Arbeit sowie die Intensivierung der Weite-bildungsforschung zu stärken, um die Entwicklung neuer Lernkulturen und –arrangements zu ermöglichen.

 

Hierzu erläuterte der Referent die neueren Vorschläge der Koalitionsregierung der BRD, mit denen sich eine lebhafte – und beiderseits kritische - Diskussion auseinandersetze.

 


 

1. Gesellschafts-Forum im Schloss Britz [29. Juni 2000]:
Volkshochschule
mit neuen Perspektiven?

Staatssekretär Thomas Härtel, Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport, Berlin

 

Im Mittelpunkt des Gesprächs mit dem Staatssekretär, der sich bereits in seinem Studium ausführlich mit Problemen der Erwachsenenbildung beschäftigt hatte und diese danach auch als zuständiger Stadtrat in Steglitz vertrat, standen zunächst die Schwerpunkte der Bildungspolitik des neuen Senats von Berlin: Gesetzlicher Rahmen (der auch die Weiterbildung als öffentliche Pflichtaufgabe betonte), neue Belastungen angesichts der Maßgaben der Haushaltspolitik (insbesondere der Einsparungsauflagen durch den Landesrechnungshof), Probleme der Bewältigung der Haushaltslücke im Bildungsetat.

 

Unter den möglichen Perspektiven ging der Referent auf die Veränderungen im Aufgaben und Zielver-ständnis der Weiterbildungseinrichtungen und ihrer Auswirkungen auf die konkreten Arbeitsbedingungen hinsichtlich der Didaktik und Betriebsorganisation ein: Wege zu neuen "Lernkulturen", Erwerb und Vermittlung von Medienkompetenz, Verstärkung der Moderatorenfunktion der Volkshochschulen und ihrer Mitarbeiter auf allen Ebenen, Bemühungen um Entwicklung von öffentlichen "Kompetenzzentren", auch unter Berücksichtigung des steigenden Bedarfs an beruflicher Weiterbildung. Hierbei wurde auch auf Reformansätze in anderen europäischen Staaten hingewiesen.

 

Die lebhafte anschließende Diskussion brachte die praktischen Erfahrungen aus den Bezirken und die mit der Umsetzung verbundenen Probleme zur Sprache, insbesondere hinsichtlich der Aquisition zusätzlicher Mittel (etwa aus EU-Projekten), der Entwicklung neuer Lernzielkataloge, der Verknüpfung mit dem Zweiten Bildungsweg und den strukturellen Fragen angesichts der bevorstehenden Bezirksfusionen.

 


 

 


KONTAKT

Gesellschaft zur Förderung der
Volkshochschulen in Berlin e.V.

z.H. Herrn Andreas Statzkowski
Stubenrauchstr. 118
12357 Berlin

Telefon / Fax:
030 / 36992677















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